Traditionelle Chinesische Medizin (TCM):


Was ist Akupunktur ?!

Als Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin gehört die Akupunktur zu den
--> Umsteuerungs- und Regulationstherapien.

Zum Akupunkturverfahren gehört: Das Einstechen der Nadeln in Akupunkturpunkte (Akupunktur)
und das Erwärmen der Akupunkturpunkte (Moxibustion);

Die Akupunktur entwickelte sich aus der noch älteren Akupressur. Hier werden die Punkte
mit Hilfe der Fingerkuppen massiert.

Bei der Akupunktur kann mittels Nadeln, die in bestimmte Körpenteilen (entlang Meridianen auf denen
die Akupunkturpunkte liegen) gesetzt werden, nachgewiesenermaßen eine schmerzlindernde,
vegetativ ausgleichende, abwehrkraftsteigernde und heilende Wirkung erzielt werden.

Ziel der Akupunktur ist das Anregen bei Energiemangel bzw. Zerstreuen bei einer Energiefülle z.B. Schmerz,
sowie der Ausgleich der Energien (Yin / Yang, Vorne / Hinten, Links / Rechts, Oben / Unten), damit die
Selbstheilungskraft des Organismus aktiviert wird.

Bei richtiger Anwendung ist die Akupunktur praktisch nebenwirkungsfrei. Der Patient kühlt etwas ab
eventl. sinkt der Blutdruck etwas (Gefühl angenehmer Mattigkeit). Selten sind kleinere Blutergüsse.
In sehr selten Fällen kann es zu einem sogenannten "Nadelkollaps" kommen, eine vegetative
Kreislaufreaktion, die durch sofortige Nadelentfernung und Lagerungsmaßnahmen zu beheben ist.

Behandlungsablauf:
Nach entspannter Lagerung erfolgt eine Hautdesinfektion. Beim Einstich mit der ultradünnen Nadel
durch die Haut spüren Sie eventuell kurz eine minimale unangenehme Empfindung, die rasch verschwindet.
Wenn der richtige Punkt durch Vorschieben der Nadel getroffen wurde, sollte ein unterschiedlich
stark ausgeprägtes dumpfes, ziehendes Gefühl oder eine Wärmeempfindung am Punkt entstehen,
oft auch weiter in einer Linie ausstrahlend. Diese Empfindung nennen die Chinesen "De- Qi "
(= Ankommen der Energie/Funktion im Punkt) und sie ist in der chinesischen Akupunktur für den
Therapieerfolg mitentscheidend. Meist läßt das "De- Qi" nach einigen Minuten nach, wenn die Nadel
nicht aus Gründen der spezifischen Therapie nachstimuliert wird.

Hier können Sie verschiedene Akupunkturnadel- Typen sehen ! Klicken vergrößert ...

Nadeln:
Der Therapeut wählt immer so wenig Nadeln wie möglich pro Sitzung (meist 3 - 6 (8) max. 16).
Während der Nadelung sollten Sie möglichst ruhig und entspannt in der Lagerungsposition verbleiben.
Sollten Schmerzen auftreten (z.B. nach Bewegung) oder sonstige unangenehme Symptome, informieren
Sie bitte sofort den Therapeut.
Für Patienten mit Nadelängsten oder an sensiblen Stellen, gibt es extremst feine (so dünn und weich

wie "Pferdehaar ") japanische Nadeln mit Führungsröhrchen: Hier wird der Einstich kaum noch spürbar
und auch Kinder (ab ca. 8 Jahren) können ohne Ängste genadelt werden .

Eine der Hauptanwendungsbereich der Akupunktur ist Schmerz. Wir wissen selbst aus eigener
„schmerzlicher“ Erfahrung wie gut es tut sich selbst an der Stelle zu massieren an der man sich gerade
gestoßen hat. Ganz von selbst geht die Hand dorthin und reibt.
Die TCM sieht Schmerz als eine Stagnation des Energieflußes (Qi) an (wenn gravierender des Blutes)
und das Massieren bewegt diese Stagnation und lindert so den Schmerz;
Auch in den Anfängen der Akupunktur findet man simple Verfahren die nichts anderes machen als an der Schmerzstelle die sogenannten „Ashi“- Punkte zu stechen um lokal Qi und Blut zu bewegen.

Doch die sensitiven alten chinesischen Weißen haben später herausgefunden, das der Energiefluß in
bestimmten Funktionslinien (v.a. den 12 Haupt-Meridianen) über den Körper fließt.
Tritt der Schmerz z.B. an der Schulterhöhe auf, wo ein bestimmter Meridian verläuft, verschwindet der
Schmerz viel effektiver, wenn auf diesem Meridian möglichst weit entfernte Punkte z.B. an den Beinen
verwendet werden. So entwickelte sich über Jahrhunderte durch Beobachtung und Anwendung ein
komplexes System von Wirkzusammenhängen.

Rolf Schmidt , Kolberger Weg 37 , 61348 Bad Homburg (Nähe Frankfurt am Main) , Tel / Fax : 06172 / 969722 , E- mail :TCM-go@web.de