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a ) Geschichte d ) Entwicklung e ) Somatrophie
Obwohl man im Alltag der chinesischen Krankenhäuser die Ohrakupunktur voll integriert sieht, liegen die Ursprünge dieser Therapieform in unserem Kulturkreis : Dr. Paul Nogier aus Lyon ( Frankreich ) verdanken wir die systematische Erfassung der reflektorischen Beziehungen bestimmter Zonen in der Ohrmuschel und definierter Areale des Körpers. 1956 stellte er die "Auriculo- Therapie" ( nach dem lateinischen Wort auricula = das Ohr) erstmals auf einem Akupunkturkongreß der Öffentlichkeit vor. Durch persönliche Erfahrungen inspiriert erforschte er als Akupunkturarzt das Phänomen, daß einige Patienten mit Narben im Ohr berichteten sie wären früher einmal von Ihren extremen, therapieresistenten Hexenschuß- Beschwerden durch eine Brennbehandlung der Ohrmuschel geheilt worden. Indem er die sogenannte " Kauterisation " ( ein "Außenseiter"- Verfahren im Mittelmeerraum) durch die Nadel ersetzte und die Ohrmuschel / Körperbeziehungen systematisierte ( auch Dr. Niels Krack !: Nummerierungssystem der Ohrakupunkturpunkte ) erschuf er die heutige "Ohrakupunktur" . Die Untersuchung erfolgt auf optische Auffälligkeiten und Schmerzempfindlichkeit hin, andererseits wird die Messung von Spannungsdifferenzen an der Ohroberfläche verwendet um gestörte Bereiche im Ohr und entsprechend im Körper zu diagnostizieren. Als Ohrakupunkteur kann man täglich feststellen, daß Erkrankungen des Körpers bei aufmerksamer Beobachtung als Auffälligkeit in der entsprechenden "Reflexzone"innerhalb der Ohrmuschel wahrgenommen werden kann ( gestaute Äderchen, Farbveränderungen, Einziehungen und veränderte Poren etc.). Die Untersuchung der Ohrreflexzonen erlaubt eine genaue Aussage darüber, wo Schmerzen bestehen oder welche Organe des Körpers bei unklaren Beschwerden betroffen sind, teils auch Störfelder zB tote oder eitrige Zähne, chronisch entzündete Kieferhöhlen, entzündete Mandeln und alle sonstigen Entzündungen sowie Narben können sich als therapiehemmend auswirken ohne daß ein direkter Zusammenhang gleich offensichtlich wäre. Auch ohne weitere Hilfsmittel ist die Schmerzempfindlichkeit gestörter Areale sehr auffällig: Ist jemand zB. auf die linke Hüfte gestürzt, so ist das entsprechende Gebiet "( 50 ) Hüfte" im linken Ohr meist hochsensibel! Man kann also wirklich die Ohrmuschel zu diagnostischen wie therapeutischen Zwecken verwenden : Wird in diesem Beispiel nämlich das Gebiet Hüfte mit einem Drucktaster auf Empfindlichkeit untersucht und in die sensibelste Stelle eine Nadel eingeführt, erlebt der Patient fast Augenblicklich eine deutliche Erleichterung seiner Beschwerden bezüglich Schmerz, Beweglichkeit, Abschwellung und Überwärmung etc.. Alle Reize oder Signale, die durch Ohrakupunktur ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den zugehörigen Körperteilen, die diese Kommandos, eben weil sie vom Gehirn kommen, strikt befolgen. Es ist die Anregung der Zirkulation von Energie (Qi) und Blut (Xue ) im betroffenen Körpergebiet ( über die Reflexzone derOhrmuschel), was die Wirkung ausmacht. Dazu kann Massage genauso wie Gold- ( beruhigen ) Silber- ( anregen ) oder Stahl- Nadel verwendet werden. Damit der Reiz länger andauert und häufiger erneut ausgelöst werden kann ( zB bei Schmerzpatienten oder Therapie gegen Süchte wie in der Raucherentwöhnung und gegen Eßverlangen : Sehr bewährt und integriert in den Therapieplänen der Suchtkliniken bei harten Drogen auch im Westen...!) wird eine Dauernadel mit einem kleinen Widerhaken gesetzt, welcher mit einem hautfarbenen Pflästerchen abgedeckt und täglich mehrmals stimuliert wird (in China wird dazu ein kleiner hautreizender Samen der Pflanze "Vaccariae" / " Wang Bu Liu Xing" verwendet).
Als hocheffizient setze ich die Ohrakupunktur in meiner Praxis insbesondere ein : --> bei Schmerzen nach Verletzungen/ Traumata (parallel zur Körperakupunktur) --> zur Unterstützung bei allen Beschwerden des Halte- und Bewegungsapparates ......(Beschwerden im Zusammenhang mit :Sehnen, Bändern, Faszien, Knochen usw.) --> zur Suchtbehandlung (Raucherentwöhnung, und Gewichtsabnahme- Begleitung. Aber auch immer wenn das "diagnostische Schleppnetz" der TCM einmal keine klaren Erkenntnisse liefern sollte, greife ich gerne auf diese feine diagnostische Verfahren zurück. Aufgrund der kurzen Reflexwege zwischen der Ohrmuschel und den Schmerzzentren des Gehirns ist die Ohrakupunktur nach Ansicht chinesischer, russischer und deutscher Forscher besonders wirksam bei Schmerzzuständen. Natürlich hat sich seit Nogier diese Therapie weiterentwickelt. In den letzten Jahrzehnten wurden Techniken und Geräte entwickelt, die eine noch umfassendere Untersuchung des ganzen Organismus vom Ohr aus ermöglichen ; Neben vielen Schulen im Westen fiel bei den Chinesen mit täglich lausenden von Akupunkturpatienten in den Akupunkturdepartments Ihrer Krankenhäuser natürlich auf fruchtbaren Boden. Seit 1957 die Ohrakupunktur in China vorgestellt wurde entstand dort sehr bald ein eigenes System mit Erfahrungspunkten und Vernetzung zur Denkweise der TCM. Der historische Grieche Hermes Trigmenistos zeigt bereits mit seiner Aussage : " Wie oben so unten" wie im Makrokosmos so im Mikrokosmos auf, daß das Kleine bereits das Große enthält, abbildet und beeinflußt. Nicht nur in der Ohrakupunktur können wir in der Ohrmuschel den ganzen Menschen abgebildet erkennen, auch andere Therapien zeigen in kleinen Körperarealen , den ganzen Menschen ( was als Somatropie bezeichnet wird ). Bei uns am bekanntesten durften wohl die Fußreflexzonenmassage und die Irisdiagnose sein, entsprechendes gilt auch für die Handakupunktur und Chirologie, Schädel-, Fuß- und Nasenakupunktur, die "Haradiagnose" ( Bauchdiagnose) des Shiatsu und seine Therapie "Ampuku" (Bauchmassage ) sowie viele andere Beispiele; |
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Rolf Schmidt , Kolberger Weg 37 , 61348 Bad Homburg ( Nähe Frankfurt am Main ) , Tel / Fax : 06172 / 969722 , E- mail : TCM-go@web.de
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